Gegen das Milonga-Sterben

Und heute mal wieder ein bislang unveröffentlichter Text der Kategorie "Aus einer längst vergangenen Zeit" (2019) Die Berliner Tangoszene ist von einem Virus befallen: Dem Milonga-Sterben. Genauer gesagt werden die Milongas eigentlich "nur" obdachlos, aber eine Milonga ohne Ort ist nun mal keine Milonga. Die eine Milonga endet, weil der Mietvertrag nicht verlängert wird. Die andere,... Weiterlesen →

Tanguero und der graue Herr

Oder Die Stunde der Wahrheit Als ich irgendwann im Jahr 2019 diesen Text schrieb, ahnte ich nicht, wie schnell die von dem grauen Herren kritisierte Zeitverschwendung durch Tango der Vergangenheit angehören würde. Ob der graue Herr nun mit uns Tango-Verrückten zufrieden wäre? Immer wieder höre ich von Tangobekannten, dass sie zukünftig weniger tanzen wollen, weniger... Weiterlesen →

Milongatypen #17: Der Selbstverliebte

Es ist ganz einfach: Am liebsten würde er mit sich selbst tanzen, also nicht alleine, sondern er selbst mal zwei. Doch da das nun mal (noch) nicht geht, führt er eben schweren Herzens die ein oder andere Dame auf's Parkett. Eher als Alibi, um sich selbst zu präsentieren, wenn er ganz ehrlich ist. Das verrät... Weiterlesen →

Tango-Disneyland

- Gedanken aus der Prä-Corona-Zeit - Die einen pilgern nach Mekka, die anderen nach Jerusalem, wieder andere nach Rom oder zum Bodhi-Baum, echte Yogis müssen mal in Indien gewesen sein und Tango-Aficionadxs? Na klar, in Buenos Aires. Kaum ein*e Tango-Lehrer*in, auf dessen*deren Website nicht mindestens ein längerer Buenos Aires-Aufenthalt herausgestellt wird und kaum ein*e langjährige*r... Weiterlesen →

Milongatypen #16: Die Alternativen

Etikette, pah. Umgangsformen, wer braucht sowas? Tango-Chique, nein danke. Geschniegelt und gestriegelt, ganz sicher nicht. Flechtfrisuren, wie bitte? Cabeceo - unnötiges Chi-Chi. Ihn sieht man nie im Anzug und sie nie im edlen Kleidchen, auch mit Absätzen eher sehr selten. Oft kommen sie aus dem zeitgenössischen Tanz oder haben einen Contact Impro-Hintergrund. Das verstecken sie... Weiterlesen →

Wir brauchen mehr Milongueras und weniger Ballerinas

Vorab: Nichts gegen Ballerinas! Ballerinas stehen im heutigen Tango hoch im Kurs. Kein Wunder, schließlich sieht ihr Tanz einfach hübsch und elegant aus. Die Füße gestreckt, der Fußspann gebogen, die Beine lang, der Oberkörper aufrecht, der Hals gereckt und die Balance gut. Fast ein bisschen elfengleich schweben sie über's Parkett. Die Ballerina-risierung der Milonguera Man... Weiterlesen →

Milongatypen #15: Die Formalisten

Bevor sie wirklich Tango tanzen können, haben sie alle Milonga-Regeln bereits inhaliert und auswendig gelernt. Sie wissen, wie der Cabeceo funktioniert, dass man nur eine Tanda am Stück tanzt, während der Cortina die Tanzfläche räumt, dass man sowieso nicht jede Tanda tanzt und dass man als Herr Jackett trägt und dabei den unteren Knopf offenlässt.... Weiterlesen →

Anleitung zum Unglücklichsein für Tangueras

Sei niemals zufrieden mit Deinem Tanz. Es ist absolut klar, dass Du perfekt tanzen musst, alles unterhalb von perfekt ist Mist und es nicht wert "Tango" genannt zu werden. Sei überzeugt, dass alle anderen besser tanzen als Du und Du es sowieso nie lernen wirst. So ist es nämlich, du bist untalentiert, unfähig und ohne... Weiterlesen →

Milonga-Typen #14: Der Lehrer

Ihn gibt es leider viel zu oft. Besonders gern offenbart er sich bei Anfängerinnen. Wenn sie vorm nächsten Schritt unsicher zögern, ihn gar fragend anschauen, ist das der Startschuss für ihn. Sofort legt er los und erklärt ihr mitten auf der Tanzfläche und während der Tanda stolz den nächsten "Move". Während sie das Erklärte ausführt,... Weiterlesen →

Die kleinen Gesten dazwischen

Zack - da war es wieder. Der Tango ist verklungen, wir haben uns aus der Umarmung gelöst, im Gefühl noch im letzten Tanz und innerlich schon voller Vorfreude auf den kommenden Tango. Unsere Blicke treffen sich, ein Lächeln und dann - tja, da sind sie wieder. Diese kleinen automatischen Bewegungen, die passieren, ohne dass ich... Weiterlesen →

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