Ja – ich will (nicht)!

Über kaum ein anderes Thema habe ich in letzter Zeit so viel geredet, gelesen und diskutiert, wie über das Auffordern zum Tango, sei es über den Blickkontakt oder die direkte Ansprache. Ich für meinen Teil liebe den Cabeceo. Gibt er doch die Möglichkeit, keinen direkten Korb zu verteilen oder zu bekommen. Schaut er, weil er... weiterlesen →

Nüchtern tanzen

Als ich seinen Cabeceo erwidere, freue ich mich auf die Tangos mit ihm. Zwei oder drei Tandas hatten wir auf diesem Festival schon. Er tanzt gut und, was fast noch wichtiger ist, wir harmonieren tänzerisch miteinander. Der erste Tango fühlt sich schon fast vertraut an. Ab dem zweiten wird er mutiger, probiert mehr. Nicht alles... weiterlesen →

Tango aus der Sicht eines Controllers

Manchmal antworte ich ehrlich auf Smalltalk-No-Go Nr. 2. Es macht Spaß zu schocken. „Ich bin Controller“. Irritation („Wieso ist sie eine Spieleconsole?“), Ekel, Bewunderung. Eins davon ziert immer das Gegenübergesicht. Dabei dürfte allen klar sein, dass der Tanz des Lebens knallharten Buchhaltergesetzen folgt: Tangounterricht rechnet sich nicht. Meist wird man nur unproportional zur Häufigkeit der... weiterlesen →

Alle Jahre wieder…

…stelle ich mir die Frage, was ich an Weihnachten mache. Bevor ich jedoch dazu komme, plage ich mich erst einmal mit weiteren, neurotisch anmutenden, Fragen. Mein Klassiker ohne bisherige Antwort: Darf ich Weihnachten überhaupt feiern? Ich bin nicht besonders religiös veranlagt. Und auch keine Christin. Teile meiner Mischpoche sind jedoch evangelisch. Vergangene Dezemberfeierlichkeiten litten dann... weiterlesen →

Heimliches Tanz-Date

Die Tanda geht zu Ende, die Cortina beginnt. Gerade hatte ich mit meinem Favoriten für den nächsten Tanz einen noch unverbindlichen Augenkontakt, der stillschweigend besagt: „Ich hab' Dich für die nächste Tanda im Blick.“ Ich mag diese wortlose und von Dritten unbemerkte Kommunikation auf Milongas. Gut gelaunt summe ich die Cortina mit. In genau diesem... weiterlesen →

Milonga Smalltalk No-Go #1: „Wie lange tanzt Du schon?“

Mein persönlicher Platz 1 der unbeliebtesten Milonga-Small-Talk-Fragen. Manchmal kommt sie wie eine versteckte Kritik daher, manchmal auch sehr anerkennend. Doch habe ich es noch nie erlebt, dass diese Frage dem Tanz gut getan hätte – im Gegenteil. Aus der unmittelbaren Erfahrung im Hier und Jetzt, einer Begegnung auf Augenhöhe, stellt sie durch rationales Vergleichen von... weiterlesen →

Meine Droge der Nacht

Seit vier Tagen mache ich nichts anderes als tanzen, schlafen und essen. Es ist Tango-Festivalzeit und ich bin ins ferne Istanbul geflogen, um dabei zu sein. Heute ist der letzte Abend. Ich bin hundemüde, meine Füße tun weh, meinen Muskeln fehlt jegliche Energie. Kurzum: Eigentlich kann ich nicht mehr. Vernünftig wäre es, einfach im Hotel... weiterlesen →

Die Einäugigen

Akkurat geschminkt, adrett zurechtgemacht und hübsch frisiert kommen die Damen zur Milonga, doch dann passiert es: Manchmal scheinen sich Rouge und Augenbrauenstift im Gesicht der Herren einfach wohler zu fühlen. Manchmal lösen sich Lidschatten und Make-up beim Tanz auf mysteriöse Weise in Nichts auf. Die fiesesten Fälle sind die, bei denen Wimperntusche und Kajalstift große... weiterlesen →

Emotionale Achse

Kennst du das? Du tanzt mit jemanden, der dich einfach nicht verstehen will? Du willst diese Ganchos nicht, aber er kapiert es nicht. Und macht einfach weiter. Versucht es noch mal und noch mal. Du suchst nach Auswegen, machst nicht mehr mit, vielleicht sagst du auch was oder brichst im Extremfall den Tanz ab. Aber... weiterlesen →

No more Notlügen

Verdammt, ich habe es schon wieder getan. Wieder hat mich ein Typ von der Seite angesprochen und zum Tanzen aufgefordert. Wieder wollte ich nicht mit ihm tanzen und wieder habe ich aus Höflichkeit, Nettigkeit oder einfach Dummheit gesagt: „Nein, meine Füße brauchen mal eine Pause.“ Das war eine glatte Lüge. Ich brauche überhaupt keine Pause, meine... weiterlesen →

Überall ist Tango

Eine der schönsten Facetten des Tangos ist zweifellos die besondere Atmosphäre auf den Milongas. Nicht nur, dass die Herren dort in der Regel astreine Gentlemen sind und man - neben dem Tanzen natürlich - bei guter Musik schöne Menschen und tolle Outfits bewundern kann. Nein, auch die Locations selbst sind oft etwas ganz Besonderes. So tanzen Tangueras... weiterlesen →

Heiß begehrt

Er ist Italiener, sieht gut aus, tanzt schön leidenschaftlich, ist charmant und begehrt. Doch das hat auch Nachteile. Nicht einmal für eine Tanda hat frau ihn für sich allein: Wir tanzen gerade einen romantischen Di Sarli, ich schwebe auf Wolke sieben. Da erklingt plötzlich eine schwungvolle Melodie aus seiner Hosentasche und es vibriert dort ein bisschen. Noch... weiterlesen →

Ich BIN die Falsche

Ich bin die zweite Wahl. Ich merke es erst, als ich schon mit einem Lächeln im Gesicht losgehe. Sein Blick wendet sich ab und bleibt an der Dame hinter mir kleben. Na toll. Vielleicht muss ich doch zum Augenarzt. An mir klebt nun Pech und Schwefel. Verdammt. Ich, ja ich bin die hässliche Verliererin, die... weiterlesen →

Milonga Smalltalk No-Go #2: „Was machst Du so?“

Meine Nr. 2 der unbeliebtesten Milonga-Small-Talk-Fragen. Meist kommt sie kurz nach den Klassikern „Wie heißt Du?“ und „Wo kommst Du her?“. Ich muss ehrlich sein, ich verstehe den Sinn dieser Frage nicht und ich finde ihre Wirkung verheerend. Denn sie katapultiert eine Frau (und ebenso natürlich auch einen Mann) abrupt – am besten noch mitten... weiterlesen →

Mit oder ohne

Milongas sind wie Fritten. Mit oder ohne. Mit Partner oder ohne, mit Special oder ohne, mit oder ohne Lust. Dann verbringt eine Frau den Abend mit oder ohne Tanzen, mit oder ohne Abwechslung, mit oder ohne Spaß. Und am Ende: Befriedigung, noch mehr Hunger oder Bauchschmerzen. Egal ob mit oder ohne.

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