Istanbul Tango Guide – Teil 3: Praktische Tipps

Teil 3 des Istanbul Milonga Guides beantwortet praktische Fragen wie: Wie komme ich hin? Wie komme ich vor Ort von A nach B? Wo wohne ich? Womit bezahle ich? Los geht’s:

Anreise

Die günstigsten Flüge von Berlin gibt es in der Regel mit Pegasus. Sun Express, AnadoluJet und Onur Air sind ebenfalls günstige Optionen, die aber – zumindest im Moment die Strecke Berlin – Istanbul nicht bedienen. Wer mit Turkish Airlines fliegt, zahlt normalerweise etwas mehr, darf sich aber auf ein erstklassiges Flugerlebnis freuen.

Vom Flughafen in Istanbul (egal welchem) nimmt man am besten den Havabus bis in die Stadt (auf der europäischen Seite: Taksim-Platz) und fährt dort ggf. noch mit der Metro weiter. Das funktioniert sehr gut und ist nicht teuer (3-4 Euro). Tickets kann man zwar vorab kaufen, es geht aber auch direkt im Bus gegen Bargeld.

@ Tangonoa

Unterkunft

Es gibt viele gute und günstige Unterkünfte bei Airbnb zu entdecken. Ihr findet natürlich auch Hotels, vom Preis-Leistungsverhältnis sind die aber oft verhältnismäßig teuer.

Praktisch für Tangotänzer*innen ist es, in der Nähe des Taksim Platzes zu übernachten, da viele Tango-Orte von dort fußläufig erreichbar sind. Ein weiterer Vorteil aus meiner Sicht ist, dass dort immer so viel los ist, dass frau sich auch nachts sicher fühlt. Ein Nachteil kann sein, dass es gerade nachts ziemlich laut ist. Auf jeden Fall Ohrenstöpsel und Augenmaske mitnehmen!

Wer längere Anfahrten nicht scheut, kann sehr viel günstiger auch in anderen Teilen der Stadt unterkommen. Das sollte man individuell abwägen, auch abhängig davon wie sehr der Fokus des Aufenthalts auf Tango liegen soll. Zu bedenken ist: Auch auf der asiatischen Seite gibt es (kleinere) Tango-Orte, die oft zu kurz kommen, wenn man in der Taksim-Ecke übernachtet.

Transport vor Ort

Zuerst die schlechte Nachricht: Taxi ist sehr anstrengend in Istanbul. Wer offensichtlich nicht türkischstämmig ist und die Sprache nicht kann, wird gern über‘s Ohr gehauen. Umwege wegen angeblich gesperrter Straßen sind noch das Harmloseste, Betrügereien mit dem Wechselgeld oder plötzlich zusteigende zweite Personen, die die „Verhandlungsposition“ des Taxifahrers stärken sind die härteren Varianten. Manchmal wird man auch gar nicht mitgenommen, wenn die Strecke zu kurz oder zu lang ist. Ich selbst fahre – ohne türkische Begleitung – wenn möglich kein Taxi mehr in Istanbul. Das ist unpraktisch, aber ich bin von den Taxifahrern einfach tierisch genervt. Das heißt natürlich nicht, dass alle Taxifahrer „böse“ sind, doch doppelte Vorsicht ist geboten. Uber ist in der Türkei (zur Zeit) offiziell verboten.
Daher ist es in jedem Fall ratsam, sich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzufreunden. Die U-Bahn fährt leider nur bis Mitternacht, wer danach von A nach B kommen will, muss schauen, ob es einen passenden Bus gibt. Wer mit dem Dolmus-System (Minibus/Sammeltaxis) vertraut ist, findet darin oft eine gute Alternative. Am besten die Einheimischen fragen, wie das funktioniert.
Fragen ist generell eine gute Idee: Auch auf den Milongas kriegt man meist ohne Probleme Unterstützung für den Nachhauseweg. Die Türk*innen sind sehr, sehr gastfreundlich und hilfsbereit. Wenn sie mit dem Auto oder Roller unterwegs sind, nehmen sie einen gerne mit, sofern das Ziel halbwegs auf dem Weg liegt. Wenn der Weg nicht zu weit ist, kann auch Laufen eine Option sein. Oft wird frau von einheimischen Milonguerxs (auch ohne Hintergedanken) bis zur Unterkunft begleitet, einfach nur, weil diese wollen, dass man sicher dort ankommt. Das Zentrum von Istanbul ist auch nachts keine generell gefährliche Gegend. Mit der üblichen Vorsicht kann frau dort alleine von der Milonga nachhause laufen.

Für die öffentlichen Verkehrsmittel sollte man sich die Istanbulkaart besorgen und mit etwas Geld aufladen. Damit ist man in der Stadt mobil und kann auch die Fähren zwischen europäischer und asiatischer Seite benutzen (eine Fahrt, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte). Die Karte gibt es an entsprechenden Automaten am Flughafen, an den Fähranlegern oder der U-Bahn.

Geld

Die Türkische Lira hat in den vergangenen Jahren stark an Wert verloren, sodass der Türkeiurlaub für Gäste aus „Euroland“ recht günstig geworden ist. Im Zentrum von Istanbul und auch am Flughafen gibt es sowohl Wechselstuben als auch Geldautomaten. Die Geldversorgung ist kein Problem. Vielerorts kann man mit Karte zahlen – in der „Tango-Welt“ allerdings in der Regel nicht.

Mobiles Internet

Wer mobil online sein will, kann sich eine Prepaid-Simkarte in der Türkei kaufen. Manchmal sei das allerdings etwas kompliziert, habe ich gehört. Ich selbst habe eine andere Lösung gewählt und mir bei einem deutschen Mobilfunkanbieter, der ein „Türkeidatenpaket“ anbietet, eine Prepaidkarte besorgt. Diese kostete um die 10 Euro Startguthaben und konnte mit dem ebenfalls recht günstigen Türkeipaket ausgestattet werden. Mögliche Anbieter sind unter anderen Ayyildiz und Lifecell.
Zum Finden der Milongas und Navigieren in der Stadt reichen oft auch einfach GPS und Googlemaps oder die Karten von Mapsme und das WLAN in Unterkunft, Cafés und an einzelnen anderen Orten aus.

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