Auf der Suche nach Tango

Heute gibt’s knallharte Fakten – nämlich die Suchbegriffe-Statistik zu diesem Tangoblog – oder vielleicht exakter einen entsprechenden Überblick: Die meisten Besucher*innen finden Berlin Tango Vibes über Suchmaschinen – gefolgt von Facebook-Links übrigens.

Interessant ist natürlich die Frage, wonach diejenigen suchen, die über Google & Co. kommen. Klar, die meisten suchen „Tango Blog“ oder direkt „Berlin Tango Vibes“, in allen möglichen und unmöglichen Schreibvarianten, sogar „Fibes“ ist dabei.

Manche suchen nach den Tangolehrer*innen, die wir interviewt haben, oder nach Festivals oder Büchern, die hier besprochen wurden.

Nicht verwunderlich ist auch, dass einige auf dem Blog landen, die nach Milongas, Tango Marathons und Festivals in Berlin oder Tanzpartnern in Berlin gesucht haben. Nicht wenige Suchanfragen entfallen auch auf „Kermit und tanzen“ und meinen wohl eher diesen Ausschnitt aus der Sesamstraße, landen aber bei diesem Artikel.

Damit sind die meisten Suchmaschinen-Anfragen abgedeckt, jetzt wird’s richtig interessant. Kommen wir zu den Kuriositäten:

Es gibt durchaus Menschen, die in Suchmaschinen gezielt nach „Tangoauftritt mit flachen Schuhen“ suchen. Überhaupt auf die Themen Füße sowie „Fußgesundheit und Tango“ entfallen gleich einige Suchanfragen, z.B. auch die Frage „Welche Profitänzerin Tango hat einen Hallux Rigidus?“. Oder gleich ganz direkt: „Mit kaputten Füßen tanzen, geht das?“ Auch das Thema Schuhe ist von großem Interesse, da gehts um „gesunde Tangoschuhe“, „schöne Tangoschuhe“, „gebrauchte Tangoschuhe“ und die Frage, wo man ebensolche am besten einkauft.

Spannend wäre der Hintergrund zur Suchanfrage: „Historisch Frau tanzt wie Callgirl“. Mit dem Prädikat „besonders süß“ prämiere ich die Suchanfrage „Meerschweinchen Milonga“. Und aus reiner Neugier würde mich die Geschichte hinter der Suche „Schlafkur Männer Berlin“ interessieren. Auch wenn der Tangobezug dabei unklar bleibt.

Psychologischer wirds bei Suchen wie „unangenehm jemand abzuweisen“, „wie gebe ich Korb im Tango“ oder gleich „Tango therapie“, „Tango frust“ und „frustrationstoleranz beim Tango“. Richtig ernst ist die Frage „Süchtig nach Tango, was tun?“ Manche wollen auch vorsorglich wissen „Tangopause, wie lange ok“.

Ob es sich bei der Suchanfrage „freundin tanzt tango“ nun um einen eifersüchtigen Partner handelt, der wissen will, wie es anderen Partnern von tangobegeisterten Frauen geht, oder eine gute Freundin, die Tipps zum Umgang mit der aufkeimenden Tangosucht ihrer besten Freundin sucht, bleibt leider offen.

Dass auch der Frauen- und Herrenübschuss beim Tango die Suchmaschinen beschäftigt, überrascht eigentlich nicht. Mal mit dem Zusatz „was tun?“, mal eher mit wissenschaftlichem Interesse „wie viel prozent männer und frauen beim tango“. Als Lösungsansatz scheint das Thema Taxitänzer das Tangovolk und die Suchalgorithmen umzutreiben. Ebenso wie die Frage „schöne Beine beim Tango?“.
Und manche wissen natürlich ganz genau, was sie wollen, nämlich „Hebefiguren im Tango effizient lernen“. Jawoll.

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