Was wäre wenn?

Ich tanze seit einigen Jahren Tango. Mit ungewollten und gewollten Pausen (Stichwort: Tangokrise).

Wie zum Beispiel durch Urlaub.

Und dieser Urlaub, mit seiner ganzen Distanz zum Alltag, mit seiner Ruhe, mit seiner Langeweile, bringt mich dann doch wieder auf Tangogedanken. Vielleicht, weil ich den ganzen Tag Wolken beim Vorbeiziehen beobachte. Das regt an.

Was wäre wenn ich von heute auf morgen mit dem Tango aufhören würde? Wie sähe die Zeit nach dem Tango, die Post-Tango-Ära aus? Was wäre alles nicht mehr da?

Ich hätte mein Hobby verloren, meine Freizeitbeschäftigung, meinen Sport?

Mein Unter-Leute-Kommen, mein soziales Umfeld, meinen Freundeskreis? Und die damit verbundenen warmen Umarmungen, herzliche Lächeln, neugierige Blicke?

Oder noch mehr: Meine Vision, mein Ziel, meinen Plan? Meinen Antrieb, meine Motivation, meine Lebensfreude? Meine Abwechslung, meine Zerstreuung, meinen Spaß? Und an schlechten Tagen: Meinen Ausweg, meine Zuflucht, mein Vergessen? Meinen Selbstwert, mein Frausein, mein Gefühl der Verbundenheit?

Und wenn der Tango auch noch mit dem Partner zusammenhängt: Was wäre mit unseren Erinnerungen, Geschichten, Jahren? Unserer Verbindung, Gemeinsamkeit, Leidenschaft? Alles für die Tonne?

Und was wäre wenn ich jetzt umgekehrt denke? Nicht, was ich verlieren würde, sondern was ich heute schon gewonnen habe? Und was nach dem Urlaub zu Hause wieder auf mich wartet.

2 Kommentare zu „Was wäre wenn?

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  1. Nun, wie man es in den letzten 3 Blogbeiträgen lesen konnte, liegt es in der wechselhaften Natur junger Damen, dass sie sich einmal monatlich in der Regel wie eine blutige Anfängerinnen fühlen (Tangokrise)- Ein anderes mal empfinden sie sich als Königin der Nacht (Happy Tango Day) und heuer präsentieren sie sich als Ataraxie in persona – und schwelgen in gewesenem Tangogenuss (Was wäre wenn?).

    Bezüglich der in den Blogposts geschilderten Traumata möchte ich den emotional etwas unausgeglichenen Damen den Ratschlag eines der (m.M.n.) grössten Deutschen mit auf den Weg geben, den sie in ihrem weiteren Tangoleben beherzigen sollten:

    „Erinnern Sie sich nicht an Gefühle! Diese Gefühle sind Vergangenheit.
    Fühlen Sie immer wieder neu!“

    Bruno Walter

    In diesem Sinne wünscht einen besinnlichen Advent aus dem 1. Bezirk

    Wiener Milonguero

    Gefällt 1 Person

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