Tanzpartner-Management

Nicht nur, dass das Tango lernen eigentlich ein Fulltimejob ist. Auch das Management der potenziellen Tanzpartner gestaltet sich zuweilen ganz schön aufwändig, zumindest wenn man es nicht dem Zufall überlassen möchte, wann man mit wem tanzt.

Eigentlich wollte ich am Samstag zum Workshop der vielgerühmten Gast-Maestros. Doch alle Whatsapp- und Facebook-Nachrichten an meine potenziellen Tanzpartner laufen ins Leere. Es ist zum Verzweifeln. Der eine ist Mittagessen bei Mama und Papa, der andere im Urlaub, der dritte mag die Maestros nicht, der vierte findet den Workshop zu teuer, der fünfte hat parallel einen anderen Kurs und der sechste geht mit einer anderen Partnerin hin. Wie verhext. Nach nahezu unendlichem Hin- und Her-Geschreibsel, gebe ich auf. Dann eben kein Workshop am Samstag.
Stattdessen fragen mich gleichzeitig zwei Herren aus meiner Tanzpartnerkartei, ob ich mit ihnen am Freitag zum Kurs gehe. Kurs ja, aber zweiteilen kann ich mich leider nicht. Nun ist Fingerspitzengefühl gefragt, denn ich will ja keinen von beiden verärgern. Tanzpartner sind ein wertvolles Gut. Per Zufall treffe ich alle beide abends auf einer Milonga, ich erzähle ihnen von meiner Zwickmühle und lasse sie entscheiden. Sie einigen sich ganz unkompliziert. Puh, Glück gehabt.
Doch es gibt keine Verschnaufpause, denn die nächste Herausforderung ist bereits im Anmarsch. Ich hatte mir extra schon jemand für die Practica am kommenden Montag organisiert, nun sagt der mir wieder ab. So’n Mist. Also suche ich wieder von vorn. Kaum habe ich jemanden gefunden, schreibt mein ursprünglicher Tanzpartner, dass er nun doch kann. Hätte er sich das bitte mal früher überlegen können? Nun kann ich doch dem anderen nicht einfach wieder absagen. Also, kann ich schon, aber wäre halt nicht nett.
Da fällt mir ein, für die Milonga am Mittwoch sollte ich noch ein paar potenzielle Tanzpartner begeistern, sonst könnte das ein öder Abend werden. Ach und zum Üben wollte ich mich mal wieder mit jemandem treffen. Wen frage ich bloß?

6 Kommentare zu „Tanzpartner-Management

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  1. Irgendwann verlagert sich der Schwerpunkt vom Tangolernen zum Tangotanzen. Das „Tanzpartner-Management“ beschränkt sich dann hoffentlich auf suchende Blicke oder auch ein paar Schritte.

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      1. Vielleicht gäbe noch ne Menge zu lernen…
        …aber in weiteren Kursen lernt man das zumeist nicht.
        Kann man gut bei seinen Leidensgenossen verfolgen während man eine Weile aussetzt.

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    1. Nee, das Tanzpartnermanagement entfällt mangels Tanzpartnermanagement irgendwann und sie lässt es dann sein oder lernt zu führen. Blöd. Aber so soll es nach den einschlägigen Berichten sein. Insofern, genießt das Tanzpartnermanagement.

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  2. Nun, ich möchte hierzu anmerken, dass das Problem nicht ein „Tanzpartnermanagement“ ist.
    Dieses resultiert offenbar nur aus dem übertriebenen Verlangen, verfügbare Zeit mit übermässigen vielen Tangokursen vollzustopfen, offenbar ohne sich selbst die Zeit zu zugestehen, das Gerlernte zunächst in Ruhe zu verdauen.
    Im Zusammenhang mit diesem fehlenden Verdauungsprozess, muss man hier leider vom Verhalten einer Tangokurs-Anorektikerin sprechen.

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