Fragezeichen

Fragezeichen, Fragezeichen, Fragezeichen – so viele Fragezeichen vereint auf einer Tanzfläche.

Den Kopf nach vorn und ein bisschen nach unten gebeugt, Schultern und Rücken rund, unter der nach vorne gekippten Hüfte krümmen sich die Beine. Von der Seite betrachtet, formt der Körper so ein nahezu perfektes Fragezeichen.

fragezeichen

Was, wenn eines dieser Fragezeichen tatsächlich eine Frage an mich hätte. Ob ich tanzen möchte vielleicht? Oder ob ich mich gar von einem Fragezeichen führen lassen möchte?

Meine Antwort wäre klar. Mit Ausrufezeichen!

10 Kommentare zu „Fragezeichen

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  1. Nun, ich fürchte, solche bedauernswerten Menschen mit einem „Fragezeichen-Syndrom“ werden unter einer ausgeprägten Kyphose zu leiden haben, die eine schlimme Beeinträchtigung der Lebensqualität darstellt und in besonderen Fällen auch innere Organe stören kann, so dass man solche Leute nicht voreilig ausgrenzen sollte.
    Gesprächsweise hörte ich, dass in Berlin ein Tangolehrer Unterricht mit Inklusion betreibt, also Unterricht mit u.a. körperlich behinderten Menschen (was ich sehr löblich finde), so dass ich hoffe, dass die Autorin ihm nacheifert, so dass die Antwort der Autorin lauten sollte:
    JA!

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    1. Was die wirklich ausgeprägten Fälle betrifft, gebe ich Dir absolut recht. Doch wer den Blick auf einer Milonga (und auch auf der Straße) schweifen lässt, entdeckt da durchaus mehr Fragezeigen als jede Behinderungs- oder Alters-Statistik hergibt, es muss also noch andere Ursachen für dieses „Syndrom“ geben. Ich tippe auf die üblichen Verdächtigen wie bei fast allen Haltungsthemen: Schreibtischarbeit, Computer, Handy und zu wenig Fokus auf gute Haltung. Ich finde, Tango ist ein besonders schöner Anlass, daran zu arbeiten.

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  2. Ich sehe etliche Führende, die in gekrümmter Haltung gut Führen, das mal vorweg.
    Ich denke die Ursache liegt darin, dass man in offener Umarmung so schön den Fußraum beobachten kann.
    Die wirkungsvollste Gegenmaßname wäre Video-Feedback zu geben. Damit macht man sich als Lehrer allerdings nicht beliebt.

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    1. In Buenos Aires sieht man viele alte Milongueros, die in gebeugter Haltung wunderbar tanzen und trotzdem eine eindeutige Tango-Attitude ausstrahlen.
      Als Folgende finde ich es allerdings oft schwierig, einen guten Kontakt zu aufzubauen, wenn der Mann gebeugt und der Brustkorb nach innen gewölbt ist. Da bleibt dann nur die offene Umarmung. Ist umgekehrt (also bei gebeugter Haltung der Folgenden) vermutlich ähnlich.
      Na und auf den Boden gucken, ist ja sowieso „Pfui bäh“, da sind wir uns einig.

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      1. Bei Folgenden wohl eher kein Problem. Da wird man als Führender eher mit dem „Entenarsch“-Syndrom konfrontiert, respektive Hohlkreuz. Auch unschön… (da die Achse dadurch „bricht“).

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      2. Unschön, auf jeden Fall. Für die Lendenwirbelsäule der Dame und sicher auch für den Führenden.
        Entenpo klingt wenigstens ein bisschen schöner, wenn’s das Ganze auch inhaltlich nicht besser macht. 😉

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      3. Natürlich sind wir uns da einig! Auch was die Haltung sonst angeht:
        Ich finde das eine sehr schöne Assoziation mit Frage- und Ausrufezeichen.
        Hast du dir das ausgedacht ? Ist sicher gut im Unterricht zu gebrauchen. Danke!

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  3. Nun, auch an Tangotänzern, die keine Haltung in Form von ‚Fragezeichen‘ besitzen, müssen sich Kritik gefallen lassen.
    Beispielsweise wird die Postura im Tango stets kritisiert von einem Wiener Bekannten, der sich eher selten bei einer Milonga einfindet (da hadert er ein wenig mit dem Paso Basico) sondern eher ein Tanzliebhaber der Standardtänze ist, wiewohl er sich eifrig mit dem Tango Argentino auseinandersetzt. Er favorisiert die klassische Haltung, die aus dem Slowfox bekannt sein dürfte, auch im Tango und wirft den Tangotänzern deutliche Haltungsprobleme vor.
    Auf den Hinweis, dass seine Haltung, bei welcher mit dem Unterkörper ein Kontakt zur Dame gesucht wird, in seiner Körpersprache eher eine ausgesprochene Kopulationswilligkeit ausgedrückt wird, reagiert er mit ähnlichem Unverständnis wie die Autorin des aktuellen Blog-Textes auf die dort geschilderte und abgelehnte Körperhaltung.
    Beide Ansichten scheinen allerdings eher wie zwei Seiten der gleichen Münze – die keinen Wert besitzt.

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