It takes two to Tango

Zwei Personen braucht es schon, damit es mit dem Tango tanzen klappt. Doch woher nehmen, wenn nicht stehlen, fragen sich die Damen der Schöpfung, wenn sie mit Tango beginnen wollen. Glücklich, wer einen Partner im echten Leben hat, der – wenn schon nicht tanzwütig – so doch immerhin tanzwillig ist. Obwohl – das muss man warnend anmerken – das gemeinsame Tanzen schon so manche Beziehung auf harte Bewährungsproben gestellt hat.
Single-Damen überreden oft gute Freunde, die ihnen noch einen Gefallen schuldig sind, und sichern sich so zumindest einen Tanzpartner für den Anfängerkurs. Wieder andere sehen sich in Online-Tanzpartner-Portalen um – dem Parship für Tanzpaare sozusagen. Ohne psychologischen Matchingmechanismus zwar, aber besser als nichts. Nicht ganz uneigennützig schaffen die Tanzschulen mit On- oder Offline-Partnerbörsen Abhilfe. Oder stellen „Springer“ zur Verfügung. Ebenso kann frau oft einfach solo zum Kurs kommen und „dann findet sich schon jemand“. Nun gut, dieser jemand ist nicht selten ein jemand, der – wie man schnell feststellt – immer an die Neueinsteigerinnen weitergereicht wird, weil er nicht wirklich dauerhaft unterkommt oder unterkommen will, aber sei’s drum. Die zukünftige Tanguera ist zu Beginn ja noch nicht so wählerisch. Hauptsache tanzen.
Mit steigenden Tangokenntnissen wird es schon schwieriger mit dem Tanzpartner. Die Ansprüche der Damen steigen rapide. Oft lernen die Folgenden zu Beginn schneller als die Führenden und wollen sich bereits nach wenigen Wochen oder Monaten ihrer ursprünglich hart erkämpften Anfängerpartner entledigen. Wenn, ja wenn sie denn einen neuen Tanzpartner finden… Nicht wenige aussichtsreiche Tango-Karrieren scheitern an diesem Punkt. Denn die meisten fortgeschritteneren Herren, die fleißig Kurse besuchen, haben bereits einen Harem an Tanzpartnerinnen um sich.
Zum Glück wurde schon ein Tanzroboter entwickelt, der ein für allemal Abhilfe schafft. Der könnte wirklich der Renner werden. 1x investiert, für immer ausgesorgt, im Kurs, auf der Milonga, im eigenen Wohnzimmer. Herrlich!

10 Kommentare zu „It takes two to Tango

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  1. Ja, ist nicht leicht. Ich persönlich bin nicht so ein Fan des Modells Tanzpartner gleich Lebenspartner. Zu viele Eier in einem Korb und außerdem leicht Rollenkonflikte. Das mit dem schnellerrn Lernen der Damen stimmt. Ließe sich als Investmentmodell gestalten, aber die Tangowelt kann eben auch für Männer ein Haifischbecken sein. Das sinnvollste Modell scheint mir zu sein, anfangs konsequent beide Rollen zu lernen. Wohlgemerkt auch für Männer. Weniger Oxitocin aber dafür längerfristig das Beste.

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    1. Das ist wohl auch eine Frage der Alternativen und wie viel Zeit man zusammen verleben will.

      Also habe bisher nur einen Mann getroffen, der viel musiziert und seine Frau erkennt keinen Walzertakt, so dass sie sich gerne einen geeigneterem Hobby als gerade Tanzen widmen darf.

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      1. Wenn das Tanzen einfach ein Paarhobby für beide ist mit dem Ziel, als Paar schön miteinander zu tanzen, ist das auch wunderbar. Wenn der Ehrgeiz größer wird, kanns schnell schwierig werden. Zumindest kriege ich das immer so mit.

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      2. Tango bietet Paaren einiges an Konfliktpotential, eher mehr wenn nur einer tanzen geht.
        So oder so kann an sich viel Leid ersparen, wenn man das früh angeht. 🙂

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