Tango ist wie Angeln

Man legt seinen Köder aus und dann sitzt man stundenlang rum und wartet und wartet und wartet geduldig. Und wenn nach langem Warten endlich eine*r anbeißt, ist es oft nicht der erhoffte große Fisch, sondern nur ein alter Schuh.

 

Mit diesem kurzen Gedanken starten wir auf unserem Tangoblog ein Special rund um das Thema „Tanzpartner“. In den nächsten 10 Tagen beleuchten wir das Thema aus verschiedensten Blickwinkeln, mit seinen unterschiedlichen Facetten und – fest versprochen – ganz sicher nicht alle so deprimierend wie diese hier.

7 Kommentare zu „Tango ist wie Angeln

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  1. Das Bild zum Artikel trifft den Nagel schon auf den Kopf: Die Milonguera sitzt selber schon auf dem dicksten Fisch (nämlich: ihrem eigenen tänzerischen Sein) und deshalb ist es in meinen Augen vglw. egal, ob sie Fische oder Schuhe angelt… (kommt eh beides vor…)
    Fragwürdig erscheint mir eher das „stundenlange Herumsitzen“ und warten.

    Bin (dennoch 😉 gespannt auf euer Special zum Thema Tanzpartner!

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    1. Das Angeln? Manche nennen es auch meditativ.

      Um ehrlich zu sein: Ich habe nur eine einzige echte Angel-Erfahrung in meinem Leben gemacht. Als schon nach wenigen Minuten ein Fisch an der Angel zappelte, war ich total geschockt und habe ihn sofort wieder ins Wasser geworfen. –> Auch dabei ließe sich ein Bezug zum Tango herstellen.

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      1. Nein, ich meinte nicht das Warten auf den anbeißenden Fisch. Aber mit deinem Erlebnis beim Angeln gehe ich konform.

        Ja Tango ist wie das Leben: Wenn man darauf wartet, dass was passiert, dass jemand anbeißt, kann man lange darauf warten. Oder als ich nach einer Stunde warten immer noch keine Mirada bekam und ging, ging mir eine Frau nach und fragte, warum ich schon gehe. Tango ist wahrscheinlich auch gerade deshalb eine Schule des Lebens im Hinblick auf die eigene Selbstwirksamkeit. Eine Schulung für Empathie, Wahrnehmung und für soziale Interaktion.

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      2. Mir erzählte mal ein Tanguero, dass er auf einer Milonga war und tanzen wollte, doch er bekam keine Mirada und war entsprechend frustriert. Am nächsten Tag auf einer anderen Milonga, sprach ihn eine Frau an, die er kannte, und sagte:“Was war gestern mit Dir los, ich wollte so gerne mit Dir tanzen, aber Du warst irgendwie gar nicht richtig da.“

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