Tango in Frieden

Es ist nicht alles Gold, was tanzt. Noch bis zum Festival in Schlagmichtot, dann hör ich auf. Endgültig. Für immer. Versprochen (welches Interesse haben die anderen daran, dass ich aufhöre???). Warum tue ich mir den Zwang an? Warum mache ich nicht einfach schon jetzt das, was ich dauernd in die Zukunft (wohin auch sonst) verlagere? Schluss machen. Tango in Frieden ruhen lassen. Schwingt Hoffnung mit, dass ich es mir anders überlege? Ein Schlüsselerlebnis habe, wie Buddha unterm Baum auf einer Milonga erleuchtet werde? Nein, Erika, Laura, Steffi (ersatzweise typischer Name für Frau zwischen 20 und 50), gib jetzt nicht auf, sollen all die Stunden umsonst gewesen sein? Was soll mein Tanzpartner sagen? Ich muss es für ihn, für die Selbstachtung, für die Figur tun. Bauchmuskeln anspannen, nicht dran denken, Achse bewahren. Und in ein paar Monaten werde ich froh sein, dass ich all das gerettet und die Krise überwunden habe. Eine starke Frau bin. Aber gerade jetzt ist mir eben einfach so nach – versagen, aufgeben, stillstehen. Is halt so, so haltlos eben, Halt eben.

2 Kommentare zu „Tango in Frieden

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